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Philosophie   [Allgemeines - Geschichte der Philosophie - Nichtwestliche Philosophie - Systematische Philosophie]
Geschichte der Philosophie   [Mittelalter - Neuzeit bis Kant - 19. Jahrhundert - 1900 bis zur Gegenwart]

- Philosophie / Geschichte -

Ma'at und Logos : vergleichende Untersuchungen zur mentalen Infrastruktur der altägyptischen und der griechischen Kultur
von Jörg Dittmer. - Neuendettelsau, o. J. - 110 S.
231 Anm. - Lit.verz. S. 106 - 110

Zur Diskussion der Einordnung der altägyptischen Kultur in die europäische Geistesgeschichte, die altphilologische Kontroverse um Karl Jaspers Theorie der "Achsenzeit" (ca. 800-200 v. Chr.). Bei einer differenzierenden Definition der Jasperschen Kategorien zur Einordnung der Kulturen, nämlich Rationalität, Individualität, Kommunikabilität, Historizität und Politizität, lassen sich entsprechende Kennzeichen in der ("vorachsenzeitlichen") altägyptischen Kultur bestimmen und "achsenzeitliche Elemente" in Altägypten und Griechenland vergleichen. Die bei der vergleichenden Beschreibung eingenommene mittlere Schärfeebene und eine gewisse Reduktion liefern methodisch die Grundlage für einen gelingenden interkulturellen Dialog. Im Zentrum der Betrachtung des altägyptischen Denkens stehen Begriff und Konzept der "Ma'at" - Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit sowie auf höchster Abstraktionsstufe ein Begriff, der menschliches Handeln und kosmische Ordnung miteinander verknüpft. Beschreibung der beiden Kulturen in folgenden Gegensatzpaaren: primäre versus sekundäre reflexive Rationalität; heteronome vs. autonome Individualität; rituelle Kohärenz vs. hypoleptisch-agonistische Intertextualität; kosmotheistische vs. anthropozentrische Auffassung der Geschichte; hierarchisches vs. reflexiv-partizipatorisches Gesellschaftsmodell. Es lassen sich Grundstrukturen ausmachen, die auf einer bestimmten Abstraktionsebene die Identität der Kulturen in entscheidender Weise bestimmen, dies unter Einschluß religiöser Phänomene, aber ohne Bindung an einen bestimmten Kult oder eine Form des Religiösen. [Ersteintrag in der VAB: 15.11.2013]

Wie modern dachten die alten Griechen?
von Alois Reutterer. - Bludenz, o. J.
Die moderne Wissenschaft hat ihre Wurzeln im Griechenland des 6. Jh.'s v. Chr., in dem die mythologische, auf Götter und Helden zurückgreifende Welterklärung durch Naturbeobachtung und Herleitung von Naturgesetzen abgelöst wurde. Skizziert, ergänzt um Bezüge zu modernen Anschauungen, das Weltbild, die Philosophie / Naturphilosophie Homers, den man als den ersten abendländischen Philosophen bezeichnen könnte, der Vorsokratiker Thales sowie Anaximandros und Anaximenes aus Milet, Pythagoras von Samos, Parmenides, Herakleitos aus Ephesos, Xenophanes aus Kolophon, Protagoras aus Abdera, Anaxagoras aus Klazomenai, Alkmaion aus Kroton, Hippokrates von Kos, Empedokles aus Agrigent, Demokritos aus Abdera, Epikuros von Samos, Parmenides, schließlich der drei Vertreter der klassischen Periode der griechischen Philosophie, Sokrates, Platon und Aristoteles. Aus deren Philosophie mit ihrer allerdings eher nach rückwärts gewandten Metaphysik haben sich im Laufe der Zeit die Wissenschaftsdisziplinen, v.a. die Naturwissenschaften herausgebildet, aber auch die Vorsokratiker haben moderne Gedanken und Theorien vorweggenommen. [Ersteintrag in der VAB: 15.11.2013]

Wissenschaftliches Arbeiten
Werner Stangl. Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Pädagogik und Psychologie, Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie. - Linz, 1999. - Ill. - (Werner Stangls Arbeitsblätter)
Einführungen und Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie Recherche, Verwaltung und Zitieren wissenschaftlicher Literatur inklusive Zitieren von Internetquellen. Texte, teilweise englischsprachig, zu wissenschaftlichen Grundfragen und Grundlagen, insbesondere erkenntnistheoretischen und wissenschaftsmethodischen Fragestellungen mit Schwerpunkt auf den Fächern Philosophie und Psychologie. Grundbegriffe der Philosophie. Geschichte der Philosophie mit kurzen Artikeln zu einzelnen Philosophen, auch einige Links zu Volltexten. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 04.12.1999]

LSR : ein paraphilosophisches Projekt ; nicht in der Zeit, aber -- an der Zeit
Bernd A. Laska. - Nürnberg
LSR, ein Verlags-Projekt zu Julien O. de La Mettrie (1709-1751), Max Stirner (1806-1856), Wilhelm Reich (1897-1957). Zu jedem der drei Autoren Volltexte wissenschaftlicher Arbeiten, die im Umfeld des Projekts entstanden sind. Auch kleinere Texte fremder Autoren. Jeweils auch eine Einführung in Leben, Werk und Wirkung. Zur aktuellen Bedeutung der Beschäftigung mit den drei Philosophen, denen gemeinsam ist, daß sie zu ihrer Zeit bei Vertretern der radikaleren, d. h. atheistischen Strömung der Aufklärung (repräsentativ: Diderot, Marx, Freud) auf Reaktionen stießen, die sie zu kulturgeschichtlichen Unpersonen werden ließen. Ideengeschichtlich stehen die drei Autoren in unterschiedlichen Zusammenhängen; inhaltlich gemeinsam ist ihnen jedoch dieses: der wirkliche Ausgang des Menschen aus seiner Unmündigkeit erfordert Verhinderung der Bildung der inneren Instanz eines irrationalen "Über-Ich". Enthalten ist auch ein Beitrag zu Panajotis Kondylis (1943-1998), der die Singularität der Position La Mettries unter den Aufklärern des 18. Jahrhunderts entdeckt und versucht hat, die Konsequenzen dieser Entdeckung zu vertuschen. Hauptgegenstand des LSR-Projekts ist nicht die Ideen- oder Philosophiegeschichte. Es sollen die theoretischen Kernstrukturen der drei Denker freigelegt, ihre weitgehende Kongruenz demonstiert werden. Das Projektergebnis wird als Paraphilosophie zu bezeichnen sein. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 13.10.1999]

 

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Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016