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Zwangsarbeit  

- Zwangsarbeit / Drittes Reich -

Die Zwangsarbeiterentschädigung vor den deutschen Gerichten : die Zeit vom Kriegsende bis zu den 80er Jahren ; Liste von Gerichtsverfahren
Joachim Rumpf. - München, 2006. - Überw. Tab.
Klagen chronologisch nach dem Jahr ihrer Klageerhebung: Parteien, Informationen zur Klage; Gericht 1. Instanz; Gerichte höherer Instanzen; Aktenzeichen; Richter und Anwälte; Quellen für Prozeßakten u. a. Dokumente. Überwiegend zivilrechtliche Klagen von Zwangsarbeitern auf Schadenersatz, Schmerzensgeld oder Lohn bzw. Lohnersatz. Die Liste ist Teil eines Dissertationsvorhabens an der Juristischen Fakultät der Universität Hannover. [Ersteintrag in der VAB: 12.08.2006]

Zwangsarbeiterentschädigung in Berlin : die Koordinierungsstelle zur Ausführung des Bundesgesetzes zur Errichtung einer Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Landesverwaltungsamt Berlin, Abt. III, Koordinierungsstelle zur Ausführung des Bundesgesetzes zur Errichtung einer Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". [Internet: Ingrid Strauch]. - Zuletzt geänd. am 29. Oktober 2004. - Berlin, 2004
Ehemalige NS-Zwangsarbeiter, die nicht durch Dokumente beweisen oder auf anderem Wege glaubhaft machen können, daß sie Zwangsarbeit leisten mußten, erhalten keine Entschädigung auf der Basis des Gesetzes vom 20.08.2000. In Deutschland koordinieren die Landesarchive die Hilfestellung bei der oft schwierigen Nachweisrecherche, die überregionale Kommunikation erfolgt über einen internetbasierten Verbund, an dem auch die Entscheidungsträger der Antragsbewilligung angeschlossen sind. Die Berliner Koordinierungsstelle (KST) ist untypischerweise bei der Entschädigungsbehörde angesiedelt. Praxisbericht: Nachweisersuchen der Antragsteller; Arbeitsablauf; Recherchegrundlagen, Quellenlage (personenbezogene Bestände, Zwangsarbeiterlager, Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigten). Für den größten Teil der Antragsteller ist aufgrund der schlechten Quellenlage ein positiver Bescheid nur durch Glaubhaftmachung möglich. Dafür überprüft die KST ggf. die in den Nachweisersuchen enthaltenen individuellen Angaben zum Verfolgungsweg. Liegen keine ausreichend spezifischen Angaben vor, ist der Fall nicht prüfbar, ein Positivbescheid nicht möglich. [Ersteintrag in der VAB: 07.11.2004] [VAB-Eintrag aktual.: 10.04.2015]

Zwangsarbeit in Metzingen
Henning Kober ; Elisabeth Timm. - Metzingen, 2001. - Tab., Ill.
7, 10 , 99 Lit.

Enth.: Kober, Henning: Der Umgang mit den Zwangsarbeitern in Metzingen. Untersucht u. a. gestützt auf Zeitzeugenaussagen überlebender polnischer Zwangsarbeiter den Umgang der Metzinger Bevölkerung mit den ausländischen Arbeitern im Dritten Reich und in der Gegenwart. Gliederung: Begriff "Zwangsarbeiter"; Überblick über die Entschädigungsdebatte; Metzingen im Dritten Reich; das Ostarbeiter Lager; das Leben als Westarbeiter und als Ostarbeiter; die Rolle der Firma Hugo Boss; Positivbeispiele für den Umgang mit dem Thema Zwangsarbeit: VW-Konzern, Stadt Ulm. - Timm, Elisabeth: Hugo Ferdinand Boss (1885-1948) und die Firma Hugo Boss. Verfaßt im Auftr. der Hugo Boss AG. Dokumentiert das (partei-)politische Engagement von Hugo Boss und die Geschichte seiner Firma insbesondere in den Jahren 1933 bis 1945 mit Schwerpunkt auf dem Thema Zwangsarbeitereinsatz (1939-1945), bezieht auch die Vorgeschichte (Kaiserreich, Weimarer Republik) und die Produktion für die französische Besatzungsmacht sowie das Entnazifizierungsverfahren bis zum Tod von Hugo Boss mit ein. Die Darst. zum Entnazifizierungsverfahren zeichnet die Entscheidungsabfolge der Gremien nach, um eine eine Einschätzung der stufenweisen Abmilderung der Urteile zu ermöglichen. Die Kleiderfabrik, die bereits in der Weimarer Republik Uniformen für die NSDAP anfertigte, beschäftigte Westarbeiter und Ostarbeiter. [Ersteintrag in der VAB: 07.03.2002]

Nationalsozialismus und Zwangsarbeit in der Region Oldenburg
hrsg. von Katharina Hoffmann und Andreas Lembeck. - Oldenburg : Bibliotheks- und Informationssystem der Univ., 1999. - 254 S.
Enth.: Saul, Klaus: "Gesichter der Zwangsarbeit". - Hahn, Hans-Henning: Deutsche Besatzung und polnischer Widerstand 1939-1945. - Sommer, Karl-Ludwig: Die Durchsetzung und praktische Ausübung der nationalsozialistischen Herrschaft in Oldenburg. - Hoffmann, Katharina: Lebensverhältnisse von ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Stadt Oldenburg während des Zweiten Weltkrieges. - Harms, Ingo: Das Schicksal der ausländischen Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen während des Nationalsozialismus. - Kundrus, Birthe: "Verbotener Umgang" : Liebesbeziehungen zwischen Ausländern und Deutschen 1939-1945. - Luge, Jens: Oldenburger Strafgerichtsprozesse gegen Ausländer. - Lembeck, Andreas: Leben im Transit : zur Nachkriegssituation der befreiten Zwangsarbeiter, ausländischen KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen. - Günther-Arndt, Hilke: Leben ohne Spuren : von den Schwierigkeiten einer Ausstellung zur Zwangsarbeit in Oldenburg. [Ersteintrag in der VAB: 27.01.2002]

Zwangsarbeit : Hagen 1939-1945
Historisches Centrum Hagen. Projektleitung: Beate Hobein. Realisierung, Koordination: Ralf Blank. - Hagen, 2001. - Ill.
Quellen- und Literaturverz.

Der Raum Hagen war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Produktionsstandort der Rüstungsindustrie, die ohne Zwangsarbeitereinsatz die Lieferanforderungen der Wehrmacht nicht erfüllen konnte. Ergebnisse der regionalen Forschung. Links auch zu überregional relevanten Internetquellen (Zwangsarbeit in sowie außerhalb Nordrhein-Westfalens, Berichte über Archivrecherchen, themenbezogene Websites, Rechtsquellen, Firmen- und Lagerlisten, Einzelveröffentlichungen u. a.). Online-Forum zum Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen sowie zum öffentlichen Umgang mit diesem Thema in Forschung, Unterricht, Museen, Archiven, nicht nur regionalbezogen. - Hagen und Hohenlimburg: staatliche und staatsnahe Einrichtungen, die den Zwangsarbeitereinsatz organisierten und unterstützten, Zwangsarbeiterfirmen, zentrale Kriegsgefangenenlager, aus denen Zwangsarbeiter angefordert wurden, Arbeitskommandos. - Abbildungen von Quellen. - Links zu Websites von Archiven, die für Quellenrecherchen in Frage kommen. [Ersteintrag in der VAB: 16.06.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 25.03.2015]

Zwangsarbeit in der Kirche : Entschädigung, Versöhnung und historische Aufarbeitung
Hrsg.: Klaus Barwig ... Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. - (Hohenheimer Protokolle ; 56)
Erscheint gedr. voraussichtlich Juli 2001. - Auf dieser Seite finden Sie die bereits vorhandenen Kapitel. Wird ständig erweitert.

Ergebnisse der neueren Forschung zum Zwangsarbeitereinsatz während des Zweiten Weltkrieges und Abriß der bisherigen Entschädigung; zeigt, daß die Diskussion des Themas in der Öffentlichkeit, die sich auf KZ-Zwangsarbeit und "Vernichtung durch Arbeit" beschränkt, dem Ausmaß des gesamten NS-Zwangsarbeiterprogramms nicht gerecht wird, und konstatiert Forschungslücken. Lebens- und Arbeitssituation von Zwangsarbeitern. Entstehungsgeschichte und aktuelle Aufgabenstellungen der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". Die Initiative der Kirchen. Methodische, strukturelle und personelle Aspekte der Suche nach (überlebenden) Zwangsarbeitern, hier Beiträge aus kirchlichen Einrichtungen und auch aus öffentlichen Archiven. Fragen der Versöhnung. Arbeitsweise und bisherige Recherche-Ergebnisse des Entschädigungsfonds der deutschen Bischöfe und des Kirchlichen Suchdienstes. [Ersteintrag in der VAB: 15.06.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 02.07.2011]

Krieg gegen Kinder : zum Schicksal der Zwangsarbeiterkinder 1943-1945 ; Spurensuche nach den Geburts- und Sterbeorten von Säuglingen polnischer, ukrainischer und russischer Zwangsarbeiterinnen ; Dokumentation
Bernhild Vögel. - O. O., 2001. - Ill.
Literaturangaben

Die Anweisung Himmlers, die Kinder der Zwangsarbeiterinnen möglichst wenige Tage nach der Geburt von den Müttern zu trennen und in "Ausländerpflegestätten einfachster Art" unterzubringen, kam einer Mordempfehlung gleich. Über den Grad der Vernachlässigung der Kinder entschieden Verantwortliche vor Ort. Auch kommunale Behörden, Betriebe, Krankenkassen, Ärzte und Arbeitsämter waren an der Organisation der Säuglingslager beteiligt. Kern der Website ist eine Datenbank von "Entbindungsheimen" und "Ausländerkinderpflegestätten". Bietet historische und aktuelle Ortsangaben, Kurzinformationen zur Einrichtung, Quellen, Literaturangaben. Recherche nach Orten und Stichwortrecherche. - Außerdem: Historische Einführung. Forschungssituation; viele Quellen sind vernichtet, Nachforschungen werden bisweilen behindert. Bisherige Forschungsarbeiten. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 13.06.2001]

Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Berlin
Berliner Geschichtswerkstatt. - Berlin, 2003. - Ill.
213 Lit.

Überblick über die Geschichte der Zwangsarbeit in Berlin. - Verzeichnis Berliner Zwangsarbeiterfirmen, derzeit 714 Einträge. - Aufbau und Erschließung des Spezialarchivs zur NS-Zwangsarbeit bei der Berliner Geschichtswerkstatt. - Informationen zur Zwangsarbeiterentschädigung, Adressen von Opferverbänden und für die Auszahlung zuständigen Partnerorganisationen, annotierte Links zu Initiativen in Deutschland. [Ersteintrag in der VAB: 18.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 01.02.2003]

Quelle zur Zwangsarbeit: "Der Arbeitseinsatz im Großdeutschen Reich" : Statistiken zum "Ausländereinsatz" in Schleswig-Holstein
Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte. - Schleswig, 2000. - Zahlr. Tab.
Kurze Einführung in das Periodikum "Arbeitseinsatz ...", erschien als "geheimer Gegenstand" und "nur für den Dienstgebrauch", zunächst hrsg. vom Reichsarbeitsministerium, später vom Beauftragten für den Vierjahresplan und dem Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz. Statistiken, betr. hauptsächlich Zivilarbeiter: Gesamtzahlen aus den Jahren 1941-1944; Zahlen nach Arbeitsamtsbezirken 1941-1944; nach Herkunft und Geschlecht 1943-1944; nach Branchen 1943-1944; nach Branchen und Deutsche / Zivilarbeiter / Kriegsgefangene am 15.02.1944; Einweisung von Kriegsgefangenen in den Arbeitseinsatz 1943-1944.
"Bohn, Robert: Zwangsarbeitende in Schleswig-Holstein 1939.-1945 : Gutachten / Hauptverfasser: Bohn, Robert ; Danker, Uwe. - Schleswig, 2000", zuvor hier angezeigt, ist nicht mehr online verfügbar. Die Beschreibung lautete: Ziele waren die vollständige Dokumentation des regionalhistorischen Forschungsstandes sowie eine möglichst umfassende Dokumentation der auf die ehemalige Provinz Schleswig-Holstein bezogenen Aktenüberlieferung in regionalen und überregionalen Archiven; eine wissenschaftlich abgesicherte Statuserhebung zur Ausländerbeschäftigung in Schleswig-Holstein, die möglichst präzise Zahlen und Daten über Strukturen und Entwicklungen des "Fremdarbeitereinsatzes" bieten sollte; exemplarische fachwissenschaftliche Studien über spezifische Fragestellungen und ausgewählte Regionen des Landes. Umfaßt auch eine Darstellung der Perspektiven der Zwangsarbeitenden - ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen -, der Obrigkeit und der "Volksgemeinschaft". Diese Perspektivdarstellungen haben die Regionalstudien über die Stadt Kiel, den Kreis Rendsburg und die Städte Heide und Dithmarschen noch verfeinert. Enth. auch eine Einführung in die Thematik "Ausländische Zwangsarbeitende in der NS-Kriegswirtschaft". (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 18.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 02.07.2011]

Entschädigungsansprüche für Zwangsarbeit im "Dritten Reich" auf der Basis der damals erzielten zusätzlichen Einnahmen und Gewinne
Thomas Kuczynski. Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. - Bremen, 2000. - 38 S. : Tab.
83 Anm.

Der Ausgangspunkt sind Daten über die von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitskräften für deutsche Unternehmen und den deutschen Staat faktisch geleistete Zwangsarbeit. Aus diesen Angaben sowie denen über die damals an deutsche Zivilarbeitskräfte gezahlten Löhne werden die Einnahmen und Gewinne geschätzt, die allein dadurch erzielt wurden, daß Zwangsarbeitskräfte eingesetzt wurden. Die Schätzung der zusätzlichen Einnahmen stellt die Ansprüche auf finanzielle Entschädigung für geleistete Zwangsarbeit auf die ihnen adäquate Grundlage. Die historisch-moralische Verantwortung derer zu untersuchen, die sich an jenem Prozeß beteiligt haben, den wohl als erster der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, mit dem Begriff "Vernichtung durch Arbeit" charakterisiert hat, war nicht Aufgabe der Überlegungen und Berechnungen. Durch den Einsatz der Zwangsarbeitskräfte wurden über 16 Mrd. Reichsmark eingespart. Davon gewann die öffentliche Hand über 6 Mrd. bzw. 37,3 %. Der Stiftungsinitiative wären rund 180 Mrd. DM zur Verfügung zu stellen. Dies macht etwa drei bis vier Prozent des Geldvermögens aller Haushalte des Landes aus, sieben Prozent von dem, worüber das oberste Zehntel allein an Geldvermögen verfügt. Mit dem Blick auf das Gesamtvermögen (Geld- und Sachvermögen) sind die 180 Mrd. weniger als ein Prozent dessen, worüber das oberste Zehntel verfügt. Dieses Zehntel vor allem ist gefragt. (Originalzusammenfassung, gek.) [Ersteintrag in der VAB: 18.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 02.07.2011]

Verzeichnis der Nachweise für NS-Zwangsarbeiter(innen) in Deutschland
Susanne Rieger, Gerhard Jochem. - Stand: 04.09.2006. - Nürnberg,2006. - 147 S.
Basiert auf einer Umfrage Juli/August 2000 unter 709 Institutionen. Diese Auswahl war nötig, um die essentiellen Informationen zum frühestmöglichen Zeitpunkt verfügbar zu machen. Verzeichnet 357 Institutionen. - Einführung zur Entstehung und Überlieferung der wichtigsten Nachweisunterlagen, Klassifizierung relevanter Unterlagen, Tips für die Suche nach Unterlagen. Das Verzeichnis selbst ist nach Postleitzahlen geordnet. Eintragsschema: Vorhandensein einschlägiger Archivbestände; Bestandsbeschreibungen: Name, Laufzeit, enthaltene Einzelfälle; Abdeckungsgrad vorhandene Einzelfälle / Gesamtzahl der Zwangsarbeiter; besondere Benutzungsbedingungen; weitere Institutionen mit einschlägiger Überlieferung. [Ersteintrag in der VAB: 17.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 13.01.2007]

Zwangsarbeit-Forschung
Bernhard Bremberger. - Berlin, 2002
17 Lit.

Als Ergebnis zunächst von Recherchen in Berliner Standesämtern Listen von Standorten von Zwangsarbeiterlagern in Berlin, insbes. in den Bezirken Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg, externer Link für den Bezirk Wilmersdorf. Einige Standorte in Brandenburg. - Zur Forschungssituation: Das Standesamt als Forschungsquelle. Zum Verbot des Standesamtes Neukölln, die gewonnenen Ergebnisse zu veröffentlichen sowie die Recherchen fortzusetzen. - Einige Beiträge aus einer Tagung zur Zwangsarbeiter-Forschung, Berlin 26.01.2001. - Hüttner, Bernd: Zwangsarbeit in der Landwirtschaft während des Nationalsozialismus : Bibliographie Stand: 22.02.2001. - Berliner Appell zur Zwangsarbeiter-Entschädigung. - Mailingliste für die Forschung. - Links zu weiterführender Information zur Zwangsarbeit (nicht nur Berlin). [Ersteintrag in der VAB: 15.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 31.01.2003]

Die Forderungen der NS-Zwangsarbeiter nach Entschädigung
Klaus von Münchhausen. - Bremen, 2000
84 Lit.

Informationsbroschüre und umfangreiches dokumentarisches Material. Die Broschüre will die Öffentlichkeit darüber informieren, was sich hinter den jetzt diskutierten Begriffen im Zusammenhang mit dem Thema Zwangsarbeit verbirgt und warum das Thema erst jetzt wieder öffentlich diskutiert wird: Unrecht Zwangsarbeit - Entwicklung und Kodifizierung des Sklavereiverbots, Umfang und Formen der Zwangsarbeit in NS, einem eklatanten Bruch des nationalen und des Völkerrechts; Zwangsarbeiterprozesse; Lösungsmodelle zur Entschädigung der Zwangsarbeiter. - Dokumentarisches Material gegliedert in: Gesetze und Gesetzentwürfe, Prozesse und Urteile, zahlungswillige und beklagte Firmen, die Haltung des Bundes, NS-Geschichte: Ablauf der Kriegsverbrechen; Adressen/Unterstützung. - Materialien zur Bundesstiftung für die NS-Zwangsarbeiter, darunter auch ein Alternativentwurf für ein Entschädigungsgesetz, den Hans Jochen Vogel in seinen Grundzügen mitentwickelt hat. [Ersteintrag in der VAB: 15.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 11.07.2012]

Companies which seek a release under the settlement agreement by identifying themselves to the Special Master
United States District Court for the Eastern District of New York. - Sept. 11, 2000. - New York, 2000. - 24 S.: Nur Tab. - (In re holocaust victim assets litigation : (Swiss banks) ; Special Master's proposal)
Muttergesellschaften, die sich mit dem Special Master in Verbindung gesetzt haben, Tochtergesellschaften, die während des 2. Weltkriegs existierten; Erkenntnisse über die Beschäftigung von Zwangsarbeitern (ja, nein, unbekannt, teilw. konkrete Angaben über Zahl und Herkunft). - Der "Special Master" war mit der Erstellung des Entwurfs des Verteilungsplans für die Vergleichssumme von 1,25 Mrd. USD beauftragt, die im Prozeß jüdischer Kläger gegen Schweizer Banken erzielt wurde. [Ersteintrag in der VAB: 13.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 25.03.2015]

Companies identified as having utilized forced or pow labor in "Firms with Swiss capital and forced labor in Germany"
United States District Court for the Eastern District of New York. - Sept. 11, 2000. - New York, 2000. - 8 S.: Nur Tab. - (In re holocaust victim assets litigation : (Swiss banks) ; Special Master's proposal)
Firmenname, Bezug zur Schweiz, Art der Produktion, über die Beschäftigung von Zwangsarbeitern verfügbare Information, konkrete Angaben wie Zahl, Herkunft der Zwangsarbeiter. [Ersteintrag in der VAB: 13.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 25.03.2015]

Slave labor class I list
United States District Court for the Eastern District of New York. - Sept. 11, 2000. - New York, 2000. - 62 S. : Nur Tab. - (In re holocaust victim assets litigation : (Swiss banks) ; Special Master's proposal)
155 Anm.

Namen von Einrichtungen, die NS-Zwangsarbeiter beschäftigten, und die dazugehörigen Lagerstandorte: Einrichtungen, die sich im Besitz des NS-Staates befanden oder von ihm kontrolliert wurden; deutsche private Einrichtungen mit Schweizer Bankkonten; deutsche private Einrichtungen mit Büros oder Tochtergesellschaften in der Schweiz; deutsche Einrichtungen, die über unspezifiziertes Schweizer Vermögen verfügten. [Ersteintrag in der VAB: 12.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 25.03.2015]

Zwangsarbeit und Zwangsarbeiter in Westfalen 1939-1945 : Quellen des Staatsarchivs Münster ; Vortrag auf der wissenschaftlichen Tagung "Entschädigung für die NS-Zwangsarbeit. Zum Umgang mit Quellen und Auskünften", Witten, 28 Januar 2000
Wilfried Reininghaus. - 77 Anm. // In: Archivar. - Düsseldorf. - 2000,2
Zeichnet nach, wie Verwaltung und Partei in Westfalen Zwangsarbeit in mehreren Etappen zwischen 1939 und 1945 organisierten. Stellt die Inhalte der bis 1945 entstandenen Akten zur Zwangsarbeit im Staatsarchiv Münster vor. Außerdem Überblick über nach Kriegsende entstandenes Schriftgut und Hinweis auf weitere Bestände für die Geschichte der Zwangsarbeit in Westfalen, darunter auch überregionale Archive. - Zwangsarbeit wird hier mit Ulrich Herbert definiert als die während des Krieges von Kriegsgefangenen und Zivilarbeitern unter Aufsicht der deutschen Militärbehörden und Verwaltungen in der Landwirtschaft, im Bergbau und in der Industrie sowie in anderen Bereichen geleistete Arbeit. [Ersteintrag in der VAB: 09.02.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 03.07.2011]

Zwangsarbeit im Nazi-Staat
von Jürgen Reents, Chefred. // In: Neues Deutschland. - 54 (1999), vom 16.11.
Name und Sitzort von 2.498 Firmen, die Zwangsarbeiter ausgebeutet haben. Basiert auf dem Verzeichnis nationalsozialistischer Lager und Haftstätten in Deutschland und deutsch-besetzten Gebieten des International Tracing Service, erarb. 1949 bis 1951, in dem auch die Namen der Firmen genannt sind, die sich aus den betreffenden Lagern und Haftanstalten mit Arbeitskräften bedient hatten. Später erschienen weitere Verzeichnisse, die aber aber nicht mehr sämtliche "Lagertypen" erfaßten, die die Nazi-Herrschaft hervorgebracht hat. Diese späteren Verzeichnisse wurden vom Bundesfinanzministerium veranlaßt und sollten den Rahmen für die "Entschädigungsgesetzgebung" abstecken. Die hier vorgelegte Firmenliste ist alles andere als vollständig und kann nur ein Ausgangspunkt für weitere Recherchen sein. Der ITS hat bei der Vorlage seines Verzeichnisses einen generellen Irrtumsvorbehalt gemacht. (Lt. Vorbemerkung) [Ersteintrag in der VAB: 18.01.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 12.01.2013]

German firms that used slave or forced labor during the Nazi era
prepared by the American Jewish Committee Berlin Office. - Berlin. - Überw. Tab.
1. u. 2. - A national list of companies. - 1999-2000. - 3 Lit.
3. List of companies in Berlin. - Comp. by the Berliner Geschichtswerkstatt. - [2000?]. - 2 Lit.

Nationale Liste (T. 1 und 2) von Firmen, die während der Nazizeit Sklaven- oder Zwangsarbeiter beschäftigt hatten, sowie von heutigen Firmen, die aufgrund von Ähnlichkeiten (Firmenname, Sitzort oder Produkte) mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Bezug zu einer damaligen Firma aufweisen. Gedacht als ein Beitrag zur öffentlichen Dokumentation, ein Urteil über einzelne Firmen ist nicht beabsichtigt. Die historischen Daten sind dem Verzeichnis der Lager und Haftstätten Deutschlands und deutsch-besetzter Gebiete des International Tracing Service, 1949, entnommen. Firmen, die in den Entschädigungsfond eingezahlt haben, erscheinen in einer gesonderten Liste. - Unter "Sklavenarbeitern" werden Gefangene aus Konzentrationslagern, unter "Zwangsarbeitern" Menschen verstanden, die aus von den Nazis besetzten Gebieten verbracht wurden, um in der deutschen Industrie unter grausamen Bedingungen zu arbeiten. Aufgeführt werden jeweils der Firmenname zur Nazizeit, der gegenwärtige Name, Anschrift, Telephon, Firmenleiter, Zahl der Zwangs- und Sklavenarbeiter in namentlich bekannten Lagern (in den meisten Fällen nur ein Bruchteil der tatsächlichen Zahl), Art der Lager. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 16.12.1999] [VAB-Eintrag aktual.: 17.07.2006]

 

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Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016