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Geschichte 1933-1945   [Zwangsarbeit]

- Deutschland / Geschichte 1933-1945 -

EHRI : European Holocaust Research Infrastructure
EHRI Consortium. Koordiniert vom NIOD-Forschungsinstitut zu Krieg, Holocaust und Genozid. - Amsterdam, 2015
Sprache engl., dt., poln. o. a. - Es werden kontinuierl. neue Informationen u. Funktionen hinzugefügt.

Internationaler Archivführer, bietet Zugang zu Informationen über Archivmaterial aus Institionen in Europa und weltweit nicht nur zum Holocaust, sondern aus der Zeit des Nationalsozialismus' insgesamt, aus dem Zweiten Weltkrieg, auch aus der Nachkriegszeit, möchte transnationale und vergleichende Forschungsansätze unterstützen. Die unten beschriebenen Inhalte sind derzeit erst teilw. ausgeführt, ansonsten für die weitere Bearbeitung als Schema angelegt. Gliedert sich in drei Rubriken jew. mit Zugriff über Listen und durch Volltextsuche: 57 Länderberichte, beinhalten einen kurzen Abriß der Geschichte, einen Bericht über vorhandene Archivführer und die Archivsituation, eine Liste bestandsführender Archive, Hinweise auf die wichtigsten relevanten Archive. - Beschreibungen von 1 828 Archiven in 51 Ländern, Zugriff auch über die Länderberichte. Jew. eine kurze Archivgeschichte, Bestandsbeschreibungen, Links zu Findmitteln und Veröffentlichungen, Hinweis auf Zugangs- und Nutzungsbestimmungen, Verzeichnungsgrundsätze. - 152 672 Bestandsbeschreibungen von 464 Institutionen. Optional Vorauswahl nach Sprache. [Ersteintrag in der VAB: 29.03.2015]

"Fragt uns, wir sind die Letzten" : Erinnerungen von Verfolgten des Nationalsozialismus und Menschen aus dem antifaschistischen Widerstand ; eine Interview-Broschüre
Berliner VVN-BdA ; Antifaschistische Initiative Moabit. - Berlin. - Ill.
Enth. 25 Zeitzeugeninterviews
1. - 2010 - 5. - 2014

Versteht sich als Gegengewicht zum herrschenden Geschichtsbild. Bietet neben persönlichen, bewußt nicht pseudo-objektiv aufbereiteten Schilderungen der Verfolgungsgeschichte auch individuelle Sichtweisen auf die Geschichte und aktuelle Politik. Möchte marginalisierte sowie antifaschistische Perspektiven sichtbar machen. Beansprucht nicht, repräsentativ zu sein. Die Interviewfragen folgen keinem einheitlichen Schema, sondern zielen auf das individuelle Schicksal. Die Interviews schließen mit dem Erleben der Befreiung vom Faschismus und einem Blick auf den weiteren Lebensweg vor dem Hintergrund des Verfolgungsschicksals und -erlebens. [Ersteintrag in der VAB: 23.02.2015]

Deutschland und die Olympische Bewegung in der Zeit des Nationalsozialismus
von Hajo Bernett. Universität Bonn. Hrsg.: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. - Mainz 2006. - 39 S.
255 Anm. - Erscheinungsjahr der Erstveröff. unbekannt; d. Verf. verstarb 1996. - Es fehlt der Abschnitt: Sportpolitisches Hegemonialstreben

Einleitend zur Vereinnahmung der Spiele durch die nationalsozialistische Bewegung. Historische Darstellung weitgehend auf Basis zeitgenössischer Quellen: Die Einstellung der NSDAP und Adolf Hitlers zur Olympischen Bewegung, Abkehr von der ursprünglich antiolympischen Haltung. - Die Umwandlung des Deutschen Olympischen Ausschusses (DOA), Gründung eines Organisationsausschusses als Träger der XI. Olympischen Sommerspiele 1936 im DOA-Auftrag, der Ausschuß und seine Kompetenzen. - Die Vorbereitung der deutschen Olympia-Mannschaft (1926-1936). - Die olympischen Neubauten als "Reichsaufgabe". - Jüdische Olympiakandidaten. - Die internationale Boykottbewegung und ihr Scheitern. - Die Funktion der Künste: auf dem Reichssportfeld; Kunstwettbewerbe; Olympische Hymne; Festspiel "Olympische Jugend"; der festliche Rahmen. - Kurz zum Verlauf der IV. Olympischen Winterspiele, der Verlauf der Sommerspiele 1936. - Olympia in der Erinnerung der Athleten. - Politische Bilanz, Reaktionen des IOC und der Auslandspresse. - "Jugend der Welt", Film der Winterspiele (Hans Weidemann). - Der Dokumentarfilm der Sommerspiele (Leni Riefenstahl). - Kampagne Ausgrabungen in Olympia mit deutscher Hilfe. - Die Mitgestaltung der Olympischen Bewegung durch Carl Diem, Generalsekretär des Organisationskomitees. - Vorbereitungen auf die und Scheitern der V. Olympischen Winterspiele (1936-1940). - Die kriegsbedingte Umdeutung der Olympischen Idee, Wortführer Carl Diem. - Reichssportfeld und Olympiastadion als Kriegsschauplätze im Endkampf um Berlin. [Ersteintrag in der VAB: 30.06.2014]

Entschädigung von NS-Unrecht : Regelungen zur Wiedergutmachung
Bundesministerium der Finanzen. - Berlin, 2012. - 39 S. : Tab., graph. Darst.
Informationsbroschüre. Teilweise bloße Erwähnung von Maßnahmen, teilweise wesentliche gesetzliche Regelungen, gezahlte Entschädigungssummen, Ansprechpartner. Wiedergutmachungs- und Kriegsfolgengesetzgebung, internationale Abkommen: von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zur Zwangsarbeiterentschädigung und zur Washingtoner Konferenz über Holocaustvermögen (NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut). - Außergesetzliche Regelungen auf der Grundlage des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG): Regelungen für rassisch Verfolgte nichtjüdischen Glaubens, für jüdische Verfolgte, Verfolgte nichtjüdischer Abstammung, Opfer pseudo-medizinischer Menschenversuche. - Regelungen für das Beitrittsgebiet. - Regelungen auf der Grundlage des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG). - Anerkennungsleistungen für Arbeit ohne Zwang im Ghetto. - Statistiken über Entschädigungsleistungen. [Ersteintrag in der VAB: 07.01.2005] [VAB-Eintrag aktual.: 23.02.2013]

Nazi propaganda : 1933-1945
Randall Bytwerk. CAS Department, Calvin College. - Last rev. on 18 August 2004. - Grand Rapids, MI, 2004. - Ill.
27 Lit.

Ausz. ausgewählter Primärquellen in englischer Übersetzung. Jew. mit einer kurzen Vorbemerkung zum politischen Hintergrund versehen. Auch Bildmaterial. Sowohl Propagandamaterial, das sich direkt an die Bevölkerung richtete, als auch Schulungsmaterial für mit Propagandaufgaben befaßte NS-Funktionäre, das einen Einblick in die verfolgten Propagandastrategien ermöglicht. Link zu einer weiteren Seite mit NS-Propaganda aus der Zeit vor 1933. - Propaganda wird definiert als "systematischen Versuch, eine Öffentlichkeit zu überzeugen, die Sichtweise ihrer Führer zu akzeptieren". Das bereitgestellte Material enthält seinem Charakter gemäß Wahrheitsverzerrungen und Lügen. - Links. [Ersteintrag in der VAB: 30.08.2004]

Frauenalltag im Zweiten Weltkrieg in Niedersachsen : Interviews mit Zeitzeuginnen
Hrsg. und Gesamtgestaltung: Raimond Reiter. - Vom Hrsg. überarb. PDF-Vers. - 2. Aufl. - Hannover, 2002. - 53 S.
7 Lit., 44 Anm.

Die Beiträge werten (exemplarische) Interviews vor dem Hintergrund der historischen Umstände und unter Einbeziehung der persönlichen Betroffenheit der Zeitzeuginnen sowie der Interaktion der Interviewpartner aus. Durch Interviews lassen sich sowohl hinsichtlich der Erinnerungsverarbeitung als auch des "Faktischen" neue Erkenntnisse gewinnen. - Besonderheiten von Interviews als Quelle über das "Dritte Reich", gezeigt am Beispiel von Erinnerungen an das Massensterben in "Ausländerkinderpflegestätten" und andere NS-Verbrechen, Aspekte der Quellenkritik, methodische Anforderungen an das narrative Interview unter dem Aspekt des Wahrheitsgehalts. - Alltagserinnerungen im Spannungsfeld verklärter Jugenderinnerungen und des Wissens um das NS-Lagersystem und um NS-Verbrechen, betrifft die Munitionsfabrik Eibia in Bomlitz und Benefeld. - Terror im Alltag, Beispiel Oker bei Goslar. - Erinnerungen über das von der Akkumulatorenfabrik (AFA, ab 1962 Varta AG) genutzte Außenlager Hannover-Stöcken des KZs Neuengramme, ein Beispiel für den Umgang von Frauen mit der Existenz eines KZs in der Nähe ihres Wohnorts. Dieses Interview im Wortlaut. [Ersteintrag in der VAB: 11.06.2004] [VAB-Eintrag aktual.: 12.03.2012]

Sozialistische Mitteilungen : news for German socialists in England
hrsg. vom Exilvorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. - London
1939-1948. - Nebst Beilagen

Zugriff nach Heften. Verfasserregister und Volltextsuche. [Ersteintrag in der VAB: 10.05.2004]

Der alliierte Bombenkrieg 1939-1945
Red.: Ralf Blank. Historisches Centrum Hagen. - Hagen, 2014. - Ill.
123 Lit.

Bietet mit Fachbeiträgen, Links zu Internetressourcen, Chronik, Projektbeschreibungen, Rezensionen einen Überblick über den Stand der Forschung und Diskussion. Betr. sowohl alliierte Bombardierungen deutscher Städte als auch die in der deutschsprachigen Publizistik bisher weniger berücksichtigten deutschen Luftangriffe und ihre Auswirkungen. [Ersteintrag in der VAB: 27.02.2004] [VAB-Eintrag aktual.: 12.09.2015]

Nationalsozialismus und Neonazismus : ausgewählte Kinder- und Jugendbücher
ausgew. von Ria Proske. Institut für Friedenspädagogik Tübingen. - 12., aktual. Aufl. - Tübingen, 2002
Wird fortlaufend aktual.

Derzeit 188 Titel. Altersgruppen ab 3, 6, 10, 14, 16 Jahren. Mit Inhaltszusammenfassungen. Ausführliche Einführung zur Auswahl in den berücksichtigten Unterthemen. [Ersteintrag in der VAB: 25.01.2004]

Texte / Fritz Bauer Institut
Frankfurt a. M., 2003
Berichte, Essays, Interviews zum Thema Holocaust / Auschwitz, Auschwitzprozesse, Umgang mit dem Thema heute. [Ersteintrag in der VAB: 28.12.2003]

Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozeß : Strafsache gegen Mulka u. a. ; 4 KS 2/63 ; (20.12.1963-20.08.1965) ; Register der Zeugen und Sachverständigen
Fritz Bauer Institut. - Frankfurt a. M., 2002. - 48 S. : überw. Tab.
Früher unter d. URL: www.fritz-bauer-institut.de/auschwitz-prozess/pdf/ auschwitz-prozess.pdf
Daten jetzt enthalten in: Zur Geschichte des Auschwitz-Prozesses : M 02-M 12. - Letzte Änd.: 18. Juli 2013. - (Texte und Materialien)

Verfahrensübersicht. - Die 22 Angeklagten. - Richter, Geschworene, Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertreter, Nebenkläger. - Verteidigung. - 418 Zeugen und Sachverständige: Name, Beruf, Alter z. Z. der Vernehmung, ggf. Häftlingsnummer, bei ehem. Angehörigen der SS-Besatzung Tätigkeitsbereich, Dienststelle und Dienstverwendung. Vernehmungsprotokolle, die Bestandteil der Hauptakten sind, werden als Quelle aufgeführt. Ggf. Hinweis auf eine Aussage im Tonbandprotokoll. - 49 Zeugen, von denen Vernehmungsprotokolle etc. in der Hauptverhandlung verlesen wurden. - Urteil des Schwurgerichts (Urteilstenor). - Strafverbüßung. [Ersteintrag in der VAB: 28.12.2003] [VAB-Eintrag aktual.: 27.07.2015]

"Zwischen Romantisierung und Rassismus" : Sinti und Roma 600 Jahre in Deutschland ; Handreichung zur Geschichte, Kultur und Gegenwart der deutschen Sinti und Roma
Hrsg.: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ; Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg. Red.: Karl-Ulrich Templ. - Stuttgart, 1998. - 71 S. : Ill. - (Bausteine)
25 Lit.

Basisinformation zu: Kultur der Sinti und Roma, Völkermord im NS, Nachkriegsgeschichte, Antiziganismus (Geschichte und Gegenwart), Ethnologie. Der Antiziganismus und der Völkermord an den Sinti und Roma wurden bisher nicht aufgearbeitet und waren bis vor kurzem in den Schulen kein Unterrichtsgegenstand. 68 % der Deutschen hegen Vorurteile gegenüber Sinti und Roma (Emnid-Umfrage). - Kleiner Einblick in die Kultur der Sinti und Roma. Der Völkermord an den Sinti und Roma im Nationalsozialismus; Zwangsarbeit, "Vernichtung durch Arbeit", Massenmord im KZ und in anderen Lagern, Menschenversuche in der Medizin. Nachkriegsgeschichte, in der unübersehbare Kontinuitätslinien der NS-"Zigeunerpolitik" auszumachen sind, auch wurden anspruchsberechtigten Sinti und Roma Wiedergutmachungszahlungen [Anm. VAB: ebenso die Zwangsarbeiterentschädigung] vorenthalten. Entstehung und Entwicklung des Antiziganismus. Analyse des Antiziganismus in den Medien heute. Zigeunerbilder in der deutschen Dichtung vom 16. Jh. bis zur Gegenwart. Die Darstellung der Sinti und Roma in den Schulbüchern. Inhalte und Methoden ethnologischer Arbeiten nach 1945; die Forschung muß von Sinti und Roma mitgestaltet werden, sie muß intersubjektiv nachprüfbar und objektiv werden. Deutschland ist diesbezüglich noch Entwicklungsland. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 23.11.2003] [VAB-Eintrag aktual.: 27.07.2007]

Zwischenberichte / Unabhängige Expertenkommission Schweiz
Bern, 1997-2000
Neu veröff. (zum Teil überarb. und erg.) in der Reihe "Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (UEK)"
Enth.: Roma, Sinti und Jenische. Schweizerische Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus. - Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus. - Le transit ferroviaire de personnes à travers la Suisse pendant la Seconde Guerre Mondiale. - Die Schweiz und die deutschen Lösegelderpressungen in den besetzten Niederlanden. - Flüchtlinge als Thema der öffentlichen politischen Kommunikation in der Schweiz. - Rechtliche Aspekte der schweizerischen Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg. - Die Schweiz und das Nazigold. - Die Schweiz und die Goldtransaktionen im Zweiten Weltkrieg. - Goldtransaktionen im Zweiten Weltkrieg: kommentierte statistische Übersicht.

Die von der schweizerischen Bundesversammlung 1996 ins Leben gerufene, international zusammengesetzte Kommission hatte den Auftrag, Umfang und Schicksal der vor, während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in die Schweiz gelangten Vermögenswerte inkl. Versicherungswerten und Kulturgütern historisch und rechtlich zu untersuchen; Vermögenswerte der Opfer des Naziregimes, der Täter, der Kollaborateure. Gegenstand sind auch: Verflechtungen schweizerischer Unternehmen mit der NS-Wirtschaft, v. a. ihre Beteiligung an "Arisierungsmaßnahmen" und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern; schweizerische Flüchtlingspolitik im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen der Schweiz mit den Achsenmächten und den Alliierten. [Ersteintrag in der VAB: 21.11.2003]

Inventar der Quellen zur Geschichte der 'Euthanasie'-Verbrechen 1939-1945
Matthias Meissner (Archiv. Bearb.). Bundesarchiv. - Koblenz ; Berlin, 2003
Literaturangaben

Überlieferungen, die sich auf die Vorbereitung und Durchführung des vom NS-Regime organisierten Mordes an psychisch Kranken und anderen Patienten beziehen. Quellen in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien; dazu jew. Einführungen. Zugriff über eine feldorientierte Recherche, ein Provenienzverzeichnis oder geographischer Zugriff auf Archive. Verzeichnis der Bestände mit bibliogr. Hinweisen, nach Provenienzen. - Einführung zu deutschen/österreichischen Quellen mit einer Darst. des verwaltungsmäßigen Ablaufs und der in diesem Zusammenhang entstandenenen Quellen vom Beginn der organisatorischen Vorbereitungen der "Euthanasieverbrechen" (erster Beleg aus 1939) bis zu "Euthanasieverfahren" nach 1945, letztes in den 90er Jahren. Außerdem: Beschreibung der Rubriken des Inventars, Auswahlbibliographie, Verzeichnis der Archive und Einrichtungen, Liste der Kranken- und Pflegeanstalten, deren Patientenakten im Bundesarchiv archiviert sind. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 06.10.2003] [VAB-Eintrag aktual.: 17.05.2012]

Justiz und NS-Verbrechen : die deutschen Strafverfahren wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen = Nazi crimes on trial
zsgest. im Institut für Strafrecht der Universität von Amsterdam von C.F. Rüter und D.W. de Mildt. - Amsterdam : Univ. Pr. ; München : Saur, 2003
Die Informationen sind den Urteilssammlungen "Justiz und NS-Verbrechen" und "DDR-Justiz und NS-Verbrechen" entnommen.

Datendokumentation zu den über 900 westdeutschen Verfahren, die sich mit während des 2. Weltkrieges begangenen Straftaten befassen, sowie den über 900 ostdeutschen Verfahren aus 1945-1990, die sich mit den von 1933-1945 begangenen NS-Tötungsverbrechen befassen, inkl. nach 1990 durchgeführten sog. Rehabilitierungsverfahren. Zugriff nach Name des Angeklagten; Tatland; Opfer (Art); Dienststelle; Tatort; Opfer (Nationalität); Gerichtsentscheidung. Angegeben werden darüber hinaus: Tatzeit, Kurzbeschreibung des Verfahrensgegenstands. - Volltexte von 13 westdeutschen, zwei ostdeutschen Urteilen. - Unter "Tötungsverbrechen" fallen hier auch Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Rechtsbeugung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit (insbes. Denunziation), soweit dadurch der Tod eines Menschen verursacht wurde oder zumindest versucht worden ist, seinen Tod herbeizuführen. [Ersteintrag in der VAB: 03.03.2003]

Unabhängige Historische Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich: abschließender Bericht
München, 2002
Enth.: Bertelsmann im Dritten Reich: Einleitung, Schlußkapitel

Der hier ursprünglich angezeigte Zwischenbericht der Kommission (http://www.uhkommission.de/uhk/aktuelle.htm) ist nicht mehr online verfügbar. Die Inhaltsangabe der VAB lautete: Aufbau des Arbeitsarchivs als Basis für die wissenschaftliche Forschungstätigkeit. - Heinrich Mohns Fördernde Mitgliedschaft in der SS (Mohn, ab 1921 der Chef des Hauses Bertelsmann). - Schließung des Verlages C. Bertelsmann 1944 im Zusammenhang mit der totalen Mobilmachung - demnach wurde der Verlag als nicht kriegswichtig eingestuft - und des Verlages Der Rufer 1943. - Theologisches Programm des Verlages C. Bertelsmann und des Verlages Der Rufer. - Wehrmachtsausgaben des Verlages C. Bertelsmann (1933 bis 1945). - Ausführlicher Text: Die Wehrmachtsausgaben des Verlages Carl Bertelsmann in der Zeit von 1939-1945: Entwicklung und Formen der Buchversorgung der Wehrmacht; Die Wehrmachtsausgaben des Verlages Carl Bertelsmann; Vergleich der Bertelsmann-Produktion für die Wehrmacht mit der anderer deutscher Verlage: Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf. (München und Berlin), Verlage W. Kohlhammer (Stuttgart) und C. Gerber (München), Eugen Diederichs Verlag (Jena), Langen-Müller Verlag (München). [Ersteintrag in der VAB: 09.02.2002] [VAB-Eintrag aktual.: 27.02.2015]

Release of documents relating to 1941 Bohr-Heisenberg meeting
Niels Bohr ; Heisenberg. Organised, transcribed and translated into Engl. at the Niels Bohr Archive. - Copenhagen, 1957-1962; 2002
In dem 1. der zehn Entwürfe von (nie abgesandten) Briefen an Heisenberg stellt Bohr klar, daß er sich noch sehr genau daran erinnert, daß Heisenberg und von Weizsäcker fest davon überzeugt waren, daß Deutschland den Krieg gewinnen würde und jede Hoffnung auf einen anderen Ausgang des Krieges töricht wäre. Bohr erinnert sich auch daran, aus Heisenbergs Worten herausgehört zu haben, daß unter Heisenbergs Führung alles in Deutschland dafür getan werde, Atomwaffen zu entwickeln. Die Veröffentlichung der Briefe ist eine Antwort auf das gestiegene Interesse an der unter Historikern seit langem diskutierten Frage, warum Heisenberg Sept. 1941 nach Kopenhagen reiste und was sich auf dem Treffen mit Bohr ereignete. Ein Brief Heisenbergs an Bohr. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 08.02.2002]

AGGB-Katalog
Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken. - Berlin, 2013
Verzeichnet die Bestände von zehn Bibliotheken. Themenspektrum: Nationalsozialismus, Verfolgung und Ermordung von europäischen Juden und anderer Opfergruppen, Widerstand, Umgang mit NS-Geschichte nach 1945, Gedenk- und Erinnerungskultur sowie angrenzende Gebiete. Feldorientierte Recherche, Schlagwortsuche und Suche in einer Klassifikation. Vorauswahl nach Bibliothek, Sprache, Dokumentart (darunter Online-Ressource), Erscheinungszeitraum möglich. [Ersteintrag in der VAB: 23.12.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 23.02.2013]

Geheimdokumente zum deutschen Atomprogramm 1938-1945
Deutsches Museum. - München, 2001. - Zahlr. Ill.
Imagescans von und Erläuterungen zu 470 Forschungsberichten, die die amerikanische Gruppe mit dem Tarnnamen "ALSOS" erbeutete. ALSOS hatte die Aufgabe, den Stand der deutschen Kernforschung herauszufinden, die wichtigsten Forscher gefangenzunehmen und entscheidende Dokumente und Apparaturen zu beschlagnahmen. Seit 1998 sind die Geheimberichte zum deutschen Atomprogramm im Archiv des Deutschen Museums verwahrt. Die hier wiedergegebenen Dokumente sind nur ein kleiner Teil des Gesamtbestands. Sie wurden für die Sonderausstellung vom 7.05. bis 12.08.2001 ausgewählt. Dokumente über die ALSOS-Mission; Dokumente aus den deutschlandweit verteilten Forschungszentren; Einfallsreichtum und Methodenvielfalt als Antwort auf den Mangel an Material (Uran, schweres Wasser, etc.); deutsche und ausländische Einschätzungen des deutschen Atomprojekts. [Ersteintrag in der VAB: 13.10.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 20.03.2008]

Deutschland, ein Denkmal : Verzeichnis der nationalsozialistischen Lager und Haftstätten 1933 bis 1945
Initiatorin: Sigrid Sigurdsson. Hrsg.: Bettina Sarnes ; Holger Sarnes. - Iserlohn, 2012. - Kt.
Literaturangaben
Unterliegt ständiger Überarb.

Datenbankbasierte Listen von Lagern und Haftstätten der Polizei und Justiz; Konzentrationslagern sowie Außenlagern; Orten und Lagern der Massenermordung; Ghetto- und Sammellagern; "Euthanasie"-Einrichtungen; Zivil- und Zwangsarbeitslagern; Lagern und Haftstätten der Wehrmacht. Die Kategorien sind tiefer untergliedert. Detailangaben zu den einzelnen Lagern. Möglichkeit zur Recherche nach - derzeit über 3 600 - Orten. Schema der Unterstellungsverhältnisse der Lager und Haftstätten unter dem Reichsführer-SS (Organigramm). Das Bundesinnenministerium nutzt die Datenbank seit 2007 als Hilfsmittel zur Feststellung von Entschädigungsleistungen an ehemalige NS-Verfolgte. - Übersichtskarten: Entwicklung und Kategorien des Lagersystems. - Beiträge über das Projekt im Volltext. [Ersteintrag in der VAB: 21.09.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 25.02.2012]

Feldpost im Zweiten Weltkrieg
Initiatorin und Leiterin des Projektes: Katrin Kilian. - Berlin, 2001
126 Lit.

Während des Zweiten Weltkrieges sind nach Schätzungen 30 bis 40 Milliarden Feldpostsendungen zwischen Heimat und Front versandt worden. Sie bieten Einblick in die subjektive Realität des Krieges, Briefe aus Lagern, Gefängnissen, Strafbataillonen und Kriegsgefangenschaft geben darüber hinaus Aufschluß über die "Regeln" des Krieges. Ziel des Projekts ist die Sammlung, Katalogisierung und später auch die inhaltliche Auswertung dieser wertvollen historischen Quellen. Datenbank der Konvolute mit Angaben zu den einzelnen Briefschreibern (z. B. Einsatzgebiete, Feldpostnummern, Umfang und Art der Dokumente). Überblick über Bestände in Archiven und Sammlungen. Einige Beiträge aus Projekten der aktuellen Feldpostforschung. Ausgewählte Briefe. Links. [Ersteintrag in der VAB: 29.07.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 23.02.2013]

Cinematographie des Holocaust : Dokumentation und Nachweis von filmischen Zeugnissen
ein Projekt des Fritz Bauer Instituts. Projektleitung: Ronny Loewy. - (Dezember 2000). - Frankfurt a. M., 2000
Recherchierbare Datenbank vorrangig von Filmen in englischer Sprache, u. a. aus den USA und Israel. Hinzu kommt eine repräsentative Querschnitt-Auswahl von relevanten Filmen diverser Formen und Genres aus Deutschland vor 1945, der BRD, der DDR, Frankreich, Italien u. a. Zugriff über eine Freitextsuche oder Blättern in Registern: Schlagwörter, Personennamen, Körperschaften, Titel. Zusätzlich zu der formalen Filmbeschreibung werden angegeben: Standorte von Kopien; Verleiher; Materialsammlungen zum Film; Sekundärliteratur; kurze sowie detaillierte Inhaltsbeschreibung; Sachschlagwörter; Personenschlagwörter (dargestellte und erwähnte Personen). [Ersteintrag in der VAB: 08.03.2001]

Deutsche Bank, Dresdner Bank : Gewinne aus Raub, Enteignungen und Zwangsarbeit 1933-1944
Michael Hepp. Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. - Bremen, 2000. - 34 S. : Tab.
10 Anm.

Die Deutsche Bank und die Dresdner Bank waren auch zur Zeit der NS-Diktatur die mit Abstand größten deutschen Universalbanken. Trotz gelegentlicher Anfeindungen durch Organe des Staates und der Partei fungierten sie als privatwirtschaftliche Hauptstützen der Finanz- und Währungspolitik des "Dritten Reichs". Von den zwischen 1937 und 1945 erwirtschafteten Erlösen in Höhe von etwa 2,045 Mrd. RM entfielen mindestens 290 Mio. RM auf Gewinne aus Raub, Enteignungen und Zwangsarbeit. Dies ist als unterste Größenordnung anzusehen, da einige Problembereiche zahlenmäßig noch gar nicht erfaßt sind, bei anderen Punkten nur mit Minimalzahlen gerechnet wurde. Die Bedeutung dieser vielfältigen Plünderungsaktivitäten wurde frühzeitig nach der Kapitulation Deutschlands erkannt, sie sind aber bis heute nicht systematisch aufgearbeitet worden. Einzelne vorsichtig-kritische Andeutungen über die Geschäftspraktiken der Deutschen Bank im "Dritten Reich" wurden von dieser in der Regel juristisch geahndet und mußten aus den Werken entfernt werden. Erst in den letzten 2-3 Jahren setzten aufgrund der bekannten Interventionen aus den USA neue und umfangreichere Recherchen ein. Ein systematischer Überblick über alle wesentlichen Aspekte fehlt weiterhin. In dem hiermit vorgelegten Gutachten wird versucht, einige der Lücken auf der Basis jahrelanger Vorarbeiten im Umfeld der Stiftung für Sozialgeschichte zu schließen. (Gek. aus der Einleitung) [Ersteintrag in der VAB: 18.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 12.03.2012]

Holocaust Victim Assets Litigation 96cv4849 : (Swiss banks)
Edward R. Korman, Judge. United States District Court for the Eastern District of New York. - New York, 2000. - (Decisions of interest)
552 Lit. (teilw. im Internet)

Regelung der Verteilung der Vergleichssumme von 1,25 Mrd. USD, die im Prozeß um Vermögenswerte der Holocaust-Opfer - Sammelklage gegen zwei führende Schweizer Banken - vereinbart wurde. Diverse Papiere, darunter Definitionen von Berechtigungsklassen, Regelungen der Abwicklung der Verteilung der Mittel aus dem Vergleichsfonds, Listen von Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben, Beurteilung der Fairneß des erzielten Vergleichs (s. "Memorandum and Order" vom 02.08.2000). Der Vergleich betrifft nicht nur Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, die bei Schweizer Banken Vermögenswerte besaßen, sondern auch Zwangsarbeiter sowie Flüchtlinge vor nationalsozialistischer Verfolgung, die in der Schweiz deportiert oder mißhandelt wurden bzw. denen die versuchte Einreise in die Schweiz nicht gelang. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 13.02.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 31.01.2003]

Redok : Nachrichten, Recherche, Berichte, Dokumente
Hrsg.: Redok e. V. - Sulzbach-Rosenberg
Via archive.org
2005 -

Beschreibung 2006/2008: Über Rechtsextremismus, Rassismus, Neonazismus, Antisemitismus: "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit". Definiert sich als keiner politischen Richtung zugehörig. Rubriken: Berichte, Hintergrundartikel, Rezensionen, Nachrichten, Kurioses, Presseschau, Hinweise auf Volltexte im Internet. Auch thematischer Zugriff. Beiträge überwiegend ab 2005, früheste Ende 2003. [Ersteintrag in der VAB: 13.10.2006] [VAB-Eintrag aktual.: 27.02.2015]

antifa : Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik und Kultur
Hrsg.: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Red.: Regina Girod ... - Berlin
Erscheint zweimonatlich
2006,Sept./Okt. -

Beiträge zum Neofaschismus und zur Auseinandersetzung mit ihm, Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus und zum Umgang mit dieser Geschichte. Veranstaltungsberichte, Informationen über die Verbandsarbeit, Rezensionen. [Ersteintrag in der VAB: 23.08.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 23.02.2013]

Auschwitz : Endstation Vernichtung
eine Zs.arb. des Institutes für Datenverarbeitung in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und des Institutes für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz. Texte: Claudia Irrmann. Die Projektgruppe - verantwortl. für die Gestaltung und Organisation der (realen) Ausstellung: Herta Arbeithuber ... - Linz, 1997. - Ill.
Via archive.org

Rekonstruktion einer Ausstellung im Internet mit umgangreicher textlicher Darstellung. Informiert über die Geschichte der Generation der KZ-Opfer in der Hoffnung, daß die Auseinandersetzung mit der Geschichte auch dann nicht endet, wenn es keine keine Zeitzeugen mehr geben wird. Was in Auschwitz geschah, geschieht heute unter anderem Vorzeichen wieder. Es gilt, wider alle Tendenzen aufzutreten, die Auschwitz erst ermöglichten: Rassismus, Fremden-, Minderheiten-, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gleichgültigkeit, die Suche nach einem Führer ... Verantwortung ist jetzt in die Hände derer gelegt, die Auschwitz niemals selbst erleben mußten. [Ersteintrag in der VAB: 23.08.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 27.02.2015]

 

Homepage: http://www.virtuelleallgemeinbibliothek.de

Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016