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Schoenebeck, Hubertus von:
Schule mit menschlichem Antlitz : Realität und Vision
Münster : Schoenebeck, 2001. - 152 S. - ISBN 3-923345-09-7

DM l6,80/öS 122,-/sFr 16,-

Autorenreferat - Langfassung:

Ein revolutionäres Buch.
Um die Freude am Lernen
und Lehren wiederzufinden
voller Ideen, Tiefe, Einfühlung,
Mut, Traum, Hoffnung und
konkreter Hilfe.

I
In einem weitgefaßten Spektrum fächert Hubertus von Schoenebeck die vergessene und dunkle Seite der Schule auf: ihren kulturellen Imperialismus und lehrplangläubigen Fanatismus, die Entmündigung und Komplizenschaft der Eltern, die Entpersönlichung und Mutlosigkeit der Lehrer, die Wertlosigkeit und Gefährlichkeit der heutigen Schule für die Gesellschaft und das unsägliche Leid der Kinder. Er zeigt, wie die Schule die Menschenrechte beugt, daß Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit, körperliche Unversehrtheit, Freiheit der Person, Unantastbarkeit der Würde für Schulkinder nicht gelten. Er hält den Lehrerinnen und Lehrern einen Spiegel vor und läßt sie erkennen, daß sie Kindern dasselbe Unrecht antun, das einst ihnen geschah. Und er fragt: "Ist das alles Wiederholungszwang, Wahnsinn, Schicksal ?"

II
Die radikal und ungeschminkt vorgetragene Analyse und Kritik ist dabei stets achtungsvoll. Von Schoenebeck erhebt keine Vorwürfe und klagt nicht an. Selbst ein Jahr lang Lehrer gewesen, weiß er, daß mit Schuldzuweisungen und aggressiver Polemik niemand erreicht wird. Er lädt vielmehr ein: zum Innehalten, Überdenken, Nachsinnen. Seine Intention ist es, nach Donnerwetter und reinigendem Gewitter neue Wege zu erkennen. Wege, mit denen sich das Leid aller Betroffenen der Kinder, der Eltern und der Lehrer verringern läßt. Hier sprüht er vor Ideen, öffnet er Perspektiven und ermutigt zu Vision und Traum. Er kreiert das "Schoolwatch-Projekt", das "Lernzentrum", den "Street-Teacher" und das "Sommer-Seminar". Er zeigt Eltern, wo ihre wirkliche Macht im Umgang mit der Schule liegt und wie sie sich vom Elternzwang der Schule emanzipieren können.
Er hilft dem Lehrer, mit einem veränderten Selbstverständnis zu neuer Selbstakzeptanz und zu mehr ihn selbst entlastender Kinderfreundlichkeit zu finden. Seine Schultagebuchauszüge dokumentieren seinen Realismus, seine vielen konkreten Vorschläge für mehr Menschlichkeit im Schulalltag offenbaren seinen Glauben an die konstruktive Veränderung der Schule. Seine Ausführungen über "Schule und Menschenrechte" und "Lernen ohne Sollen" weisen ihn als brillanten Kinderrechtler aus. Und seine poetischen Bilder öffnen das Herz.

III
"Schule mit menschlichem Antlitz" ist ein längst überfälliges Buch, geschrieben aus fast fünfzigjähriger Erfahrung mit der Thematik. In der Person des Autors ist der Bogen weit gespannt: vom Schulkind über den Pädagogikstudenten zum Lehrer, postpädagogischen Forscher, Dozenten in der Erwachsenenbildung seit 20 Jahren, Referenten an Hochschulen im In- und Ausland, Vater von zwei heute erwachsenen Kindern, bis hin zur erneuten Vaterschaft eines Babys. Hubertus von Schoenebeck ist der erste renommierte Experte, der die Schultraumatisierung der Person und der Gesellschaft erkennt und benennt und der gleichzeitig erste Impulse zu ihrer Heilung gibt.

IV
"Schule mit menschlichem Antlitz" ist nicht zuletzt auch ein therapeutisches Buch zur Selbstfindung jedes großgewordenen Schulkindes denn es gilt, Wert und Würde neu zu entdecken, die nach dem sechsten Geburtstag im Gestrüpp der Erwachsenenwelt verlorengingen. Es ist ein wahrhaftiges Buch, verbindlich im Ton, sachlich und argumentativ und nah und persönlich. Nicht für den Augenblick geschrieben, ein Buch zum Hineinlesen, Weglegen, erneutem Aufschlagen ein revolutionäres Buch, das anrührt und erschüttert und von der Morgenröte einer postschulischen Epoche kündet. Vor allem aber ein hilfreiches Buch für alle, die sich hier und jetzt vom Leiden an der Schule befreien, den Kindern beistehen und ihre Freude am Lernen und Lehren wiederfinden möchten.


Informationen zum Autor:

Dr.phil. Hubertus von Schoenebeck, geboren 1947, war ein Jahr lang Lehrer. Er führte anschließend postpädagogische Forschungen durch und begründete dann eine eigene Philosophie, die "Amication". Er stellt seit 20 Jahren seine Auffassung vom Leben mit Kindern und von der Schule in Publikationen und Vorträgen an Universitäten und Bildungsstätten im In- und Ausland vor.

Veröffentlichungen (in Auswahl):
Unterstützen statt erziehen
Ich liebe mich so wie ich bin
Gast im Kinderland
Kinder in der Demokratie
Zauberpfade. Figurative Aphorismen
Selbst-Verantwortungs-Training

 

Klick! Oben Klick! Zurück Ersterstellung:03.02.2001.