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Wissenschaftstheorie  

- Wissenschaftstheorie -

Manifest Geisteswissenschaft
Carl Friedrich Gethmann ... Red.: Manuela Kiehne ... Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. - Berlin, 2005. - 28 S.
Analyse des Zustandes und der Entwicklungsmöglichkeiten der Geisteswissenschaften sowie Vorschläge zu ihrer Reorganisation, universitär und außeruniversitär. Aufgabe der Geisteswissenschaften sollte es sein, die kulturelle Form der Welt begreifbar zu machen und sie auf diese Weise zugleich zu fördern. [Ersteintrag in der VAB: 10.03.2007]

ABC der Wissenschaftstheorie für Betriebswirte
Karl-Heinz Brodbeck. FH-Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg. - Würzburg, 1998. - 19 S.
21 Lit.

Zur Zordnung der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre - Teil der Sozialwissenschaften - zu den Geisteswissenschaften. Definition von "Wissenschaft". Einteilung in Formal- und Realwissenschaften sowie Kultur- und Naturwissenschaften. Deskriptive und normative Wissenschaften. Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen. Entdeckung und Rechtfertigung von Theorien. [Ersteintrag in der VAB: 15.04.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 16.02.2013]

Der Gang an der Grenze : Einleitung in das Denken Gotthard Günthers
Joachim Castella. Institut für Medienanalyse und Gestalterkennung. - Essen, 1994
4 Lit.

Gotthard Günther ist von Interesse für Logiker, Kybernetiker, Systemtheoretiker, Anhänger der Selbstorganisation, Philosophen, Hegelianer, Idealisten, Dialektiker, Kommunikationstheoretiker, pragmatisch orientierte Therapeuten, (Psycho)Analytiker - um nur einige zu nennen - und wird entsprechend breit rezipiert. Er präsentiert eine Weltanschauung, wobei er begründet viele überkommene Seh-/Denkgewohnheiten ablegt. Kernthema ist die Überwindung eines Zirkels - Logik präformiert Bewußtsein, eine spezielle Bewußtseinsfiguration erzeugt die ihr korrespondierende Logik -, ist der Ausstieg aus der Entweder-oder-Logik, die Suche nach einem dritten Weg. Zu einem bestimmenden Methodenbegriff wird "Reflexionslogik". In seinem Konzept mehrwertiger Logik sieht Günther den Schlüssel zu einer formal konsistenten Beschreibung der Selbstbezüglichkeit. Nach 1961 wandte er sich der Maschinentheorie zu. Heinz von Foerster und Humberto Maturana, Biological Computer Laboratory (BLC), konfrontieren ihn mit der Forderung nach einer nicht-substantiellen Positivität, einer Struktur der Struktur, der Einarbeitung des Beobachtenden in die Beobachtung. Zuletzt befaßte er sich mit der Theorie der Negativsprachen. - Damit der Mensch eine Gewißheit gewinnen kann, die von keiner kulturell präfigurierten Evidenz abhängt, gilt es, die objektiven Komponenten des Subjekts an einen Mechanismus abzugeben. Das BCL hält den von Günther aufgezeigten Weg für ausbauwürdig und -bedürftig. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 02.08.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 30.07.2012]

Gotthard Günther 2000 special
Last modified: January 17, 2000. - Text teilw. dt., teilw. engl. // In: vordenker. - Ed.: Joachim Paul. - Neuss
Volltexte von Arbeiten von und über Günther, auch einführende Texte. Weiterführende und Sekundärliteratur. - Der Philosoph und Logiker (1900-1984), vom Mainstream der Wissenschaften kaum beachtet, hat die Grundlage einer formalen Theorie geschaffen, die jenseits der (zweiwertigen) Aristotelischen Logik liegt, und einen Beitrag zur Lösung und Re-Definition des Problems der Dualität von Subjekt und Objekt geleistet. Sein Konzept der Polykontextural-Logik erlaubt es, Selbstreferentialität ohne Systemreduktion widerspruchsfrei formal darstellen zu können. Aristotelische Logik trennt strikt Beobachter und Beobachtetes. Sie führte zu einer quantifizierenden Wissenschaft und Technik, einer Wissenschaft ohne Subjektivität, die, bei allen Erfolgen, zu heute nicht mehr zu übersehenden Problemen führte. Auf die den Naturwissenschaften zugrundliegenden monokontexturalen Logik-Konzeptionen begründet sich neben dem philosophischen Problem der Dichotomie von Geist und Materie / Subjekt und Objekt auch der Methoden-Dualismus zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Die Systemtheorie des "Radikalen Konstruktivismus", Zweig in der modernen Biologie und der Kybernetik, bezieht zwar den Beobachter in die Beobachtung mit ein, hat aber das Subjekt-Objekt-Problem nicht gelöst. Die Wissenschaft steht heute vor einem Umbruch, der mit dem im 17. Jh. vergleichbar ist. (Nach Eberhard von Goldammer). [Ersteintrag in der VAB: 24.07.2000]

 

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Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016