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Psychologie   [Allgemeines - Allgemeine Psychologie - Entwicklungspsychologie - Sozialpsychologie - Tiefenpsychologie - Psychotherapie - Angewandte Psychologie]
Sozialpsychologie  

- Sozialpsychologie -

... die +Grundlegung der Psychologie˝ lesen! : Einführung in das Standardwerk von Klaus Holzkamp
Stefan Meretz. - O. O., 2012
15 Lit. (teilw. im Internet)

Hilfe zum leichteren Verständnis der GdP, die mit dem Anspruch, die Psychologie auf eine neue wissenschaftliche Basis zu stellen und damit auf eine neue Entwicklungsstufe zu heben, die Kritische Psychologie begründete. Vorab Methodisches: Pyramide theoretischer Bezugsebenen; methodischer Fünfschritt: Konkretisierung des dialektischen Prinzips des Umschlags von Quantität in Qualität in fünf Schritten. Dann zur Phylogenese und Ontogenese des Psychischen, im Einzelnen: Entstehung des Psychischen aus dem vorpsychischen Leben; Entstehung der Lernfähigkeit, Bildung von Sozialverbänden, Entwicklung der gesellschaftlichen Natur des Menschen. - Herausbildung der Funktionen, der signalvermittelten Lebenstätigkeit des Psychischen: Orientierung, Emotionalität. Motivation, Kommunikation. - Evolutionäre Entstehung der individuellen Lern- und Entwicklungsfähigkeit. - Entstehung der gesellschaftlichen Natur des Menschen, Hominini-Entwicklung. - Herausbildung von Bedeutungen und Bedürfnissen des handelnden Individuums in seiner Beziehung zur gesellschaftlichen Realität (Hominini). - Entwicklung der kognitiven, emotionalen und motivationalen Funktionen des Psychischen (funktionale Kategorialanalyse). - Ablösung des phylogenetischen Entwicklungsprinzips (siehe die vorangegangenen Abschnitte) durch die gesellschaftlich-historischen Entwicklung, vom Menschen geschaffene gesellschaftliche Verhältnisse als Grundlage für Entwicklung des Psychischen (Ontogenese). - Bedeutungen und Bedürfnisse sowie Wahrnehmung, Emotion, Motivation (Menschen). - Subjektive Handlungsgründe, ein Vermittlungsbegriff zur Fassung des Verhältnisses von objektiven Bedingungen und subjektiver Realisierung auf der Seite des Individuums. - Handlungsfähigkeit im Kapitalismus. - Individualentwicklung (Ontogenese). - Methodologie: Methoden der Aktualempirie, Objektivierung im intersubjektiven Forschungsprozeß (Metasubjektivität), Möglichkeitsverallgemeinerung als Verallgemeinerung im metasubjektiven Verständigungsrahmen; Methodenkritik an der traditionellen Psychologie v. a. in ihrer experimentell-statistischen Ausprägung (Behaviorismus, Kognitivismus). [Ersteintrag in der VAB: 28.01.2015]

Kritische Psychologie
Inhaltl. verantwortl.: Morus Markard. Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung und Praxis. - Berlin, [2014?]. - Ill.
Volltexte, Digitalisate (ab Erscheinungjahr 1975), Veranstaltungshinweise, Hinweise auf aktuelle Publikationen. Zum Ansatz der Kritischen Psychologie, zu Praxiswidersprüchen im psychologischen Alltag, zu einschlägigen gesellschaftstheoretischen Fragen. Einführung in die mit der Psychologiekritik der Studentenbewegung eng verbundenen Kritischen Psychologie und deren methodischen Ansatz, der von der Berliner Arbeitsgruppe um Klaus Holzkamp entwickelten subjektwissenschaftlichern Forschung, die nicht nicht das Subjekt, sondern dessen Welt zum Gegenstand hat, wie sie von ihm empfindend, denkend und handelnd erfahren wird. Kritische Psychologie grenzt sich insbes. ab von der deterministischen Grundannahme behavioristischer (Reiz-Reaktions-) sowie kognitivistischer (Input-Output-) Ansätze, desgl. vom von der Gen- und Hirnforschung neuerdings vertretenen angeblichen biologischen Determinismus. Dem Subjektstandpunkt liegt ein Begriff vom gesellschaftlichen Menschen zugrunde, der auf die Lebenssituation im Kapitalismus bezogen ist. Der Mensch kann mit anderen zusammen die Lebensbedingungen verändern, die Welt, so wie er sie erlebt, ist der Ausgangspunkt der Aufklärung seiner Lebenslage, nur er selbst kann entscheiden, was für ihn angemessen ist, wie er seine Handlungsfähigkeit aufrecht erhalten oder erweitern kann. Betrachtet die Perspektive einer freien Gesellschaft als permanente und präsente Option im täglichen Leben. Geht nicht nur empirisch vor, sondern entwickelt kritisierbare wissenschaftliche Begriffe und Konzepte, die weiterentwickelt werden können. - Im Einzelnen: Bibliographie, ggf. mit Link zum Volltext. - Volltexte, teilw. auf der Website, teilw. extern verlinkt; zahlr. Digitalisate von Aufsätzen und Monographien, 13 Werke von Klaus Holzkamp. - Links zu regionalen und überregionalen Initiativen und thematischen Websites. - Mailingliste. - Volltextsuche über die Website. [Ersteintrag in der VAB: 28.01.2015]

Einführung in die Sozialpsychologie : ("altes" LA 2000)
Christoph Perleth. Universität Rostock, Institut für Pädagogische Psychologie. - Letzte Änderung: 28.07.2015. - Rostock, 2015
Beschreibung Stand 2002/2013: Deckt das Thema noch nicht umfassend ab. Enth. derzeit die Kapitel: Einleitung: Was bringt die Sozialpsychologie einer Lehrkraft?. - Konstruktion der sozialen Welt: soziale Kognition; Urteilsbildung und Entscheidungen; Attribution; Einstellungen, Einstellungserwerb und Einstellungsänderung. - Gruppen: Gruppenleistungen und Gruppenstrukturen. - Beziehungen und Emotionen: Kommunikation; das Spannungsdreieck Lehrkräfte - Eltern - Schüler/innen. [Ersteintrag in der VAB: 16.09.2002] [VAB-Eintrag aktual.: 20.03.2016]

Wie das Selbst das Denken formt : der Einfluß von Selbstwissen auf die Informationsverarbeitung im sozialen Kontext
Benjamin Schubert. - 133 S. : Tab., graph. Darst.
Lit.verz. S. 127-133. - Berlin, Techn. Univ., Diss., 2002

Independentes Selbstwissen, Selbstwissen von der Einzigartigkeit der eigenen Person, typisch in individualistischen Kulturen, beschreibt interne Eigenschaften wie Einstellungen, Fähigkeiten und betont die Unabhängigkeit der Person, da seine Inhalte die Person über Situationen hinweg beschreiben. Interdependentes Selbstwissen, Selbstwissen über die Zugehörigkeit zu Gruppen, deren Regeln sich das Individuum unterwerfen muß, typisch in kollektivistischen Kulturen, betont Beziehungen zu Personen, Gruppenzugehörigkeit, soziale Rollen und schließt Situationen mit ein. Der Wissenserwerb bedarf dementsprechend kontextunabhängiger bzw. kontextabhängiger Informationsverarbeitung. Bei Dominanz independenten Selbstwissens beeinflußt der Kontext, in dem ein Objekt dargeboten wird, die Objektwahrnehmung gering; umgekehrt bei Dominanz interdependenten Selbstwissens. Amerikaner erwarten z. B., daß sich die Umwelt ihnen gegenüber sensibel verhält, Chinesen fühlen sich verpflichtet, der Umwelt gegenüber sensibel zu sein. Unterschiedliches Selbstwissen, vermittelt über die Kontextabhängigkeit der Informationsverarbeitung, beeinflußt neben der Wahrnehmung auch die resultierenden sozialen Urteile. Ergebnisse der Arbeit sind von Relevanz für die Selbstkonzeptforschung, die kulturvergleichende Forschung und auf praktischer Ebene z. B. für interkulturelles Training. - Aus dem Inhalt: Das multiple und flexible Selbst: das Selbst als Wissensstruktur, Wissensrepräsentation in einem semantischen Netzwerk, Wissensuntergliederung in Cluster, die widersprüchliches Selbstwissen enthalten können. - Der Einfluß der Kultur auf die Konstruktion des Selbst und auf weitere kognitive Prozesse. - Das Semantic Procedural Interface (SPI) Modell, das Vorhersagen über die Interaktion von Selbstwissen und Kontextabhängigkeit der Informationsverarbeitung erlaubt. - Kultur und Attribution (Zuschreiben von Ursachen zu einer Handlung und deren Konsequenzen). - Einfluß von Selbstwissen auf die Attributionen. - Die empirischen Untersuchungen unter Rückgriff auf das SPI-Modell. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 09.09.2002] [VAB-Eintrag aktual.: 20.03.2016]

Zwischenmenschliches Vertrauen : Rahmenentwurf und Ideenskizze
Uwe Laucken. - Oldenburg : Bibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky-Univ., 2001. - 520 S.
Geht das Thema hauptsächlich theoretisch an, will offene Fragen für die Vertrauensforschung aufdecken. 1. Umgangssprachliche Bedeutung des Begriffs "Vertrauen". - Unterscheidung verschiedener Denkansätze für die Betrachtung des Themas Vertrauen; hier schließlich wird Vertrauen als semantische Größe untersucht. Grundlagen des semantischen Forschens. - Die gegenständlichen Gehalte des Vertrauens, die sich aus der Betrachtung der semantischen Zusammenhänge ergeben haben. - Sozialsemantische Fragestellungen (Partizipationsvertrauen: Vertrauen, das den Menschen dazu befähigt, am sozialen/interpersonalen Leben in bestimmter Weise teilzunehmen, Kommunionsvertrauen) und individualsemantische Fragestellungen (Umgangsvertrauen und Begegnungsvertrauen: Vertrauen im Blick auf seine Bedeutung für die Lebensführung eines einzelnen Menschen). - Bestehende Theorien und Befunde: psychologische, soziologische und philosophische Ansätze. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 01.06.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 02.03.2013]

Sozialpsychologie : Geschichte, Hauptströmungen, Tendenzen
Uwe Laucken. - Oldenburg : Bibliotheks- und Informationssystem der Univ., 1998. - 461 S.: graph. Darst.
Literaturverz. S. [371] - 445

Schwerpunkt auf der Geschichte und neueren Tendenzen der Disziplin, die beide bisher in der Literatur wenig oder in unangemessener Weise behandelt wurden. Geschichte: Sozialpsychologie als Psychologie der Gesellschaft; als universelle Entwicklungsgeschichte des kollektiven Geisteslebens; als Massenpsychologie; als Psychologie des sozialen Erlebens; als verstehende Sozialpsychologie; als Psychologie der Vergesellschaftung des Individuums; als soziale Biologie; als Psychologie des Individuums in seiner sozialen Umwelt; als Psychologie interindividueller Beziehungen. - Systematiken der Sozialpsychologie. - Hauptströmungen. - Tendenzen: Krisendiagnosen; Semantische Sozialpsychologie (Lebensweltlicher, sprach- und kulturwissenschaftlicher, historischer, sozialkonstruktivistischer, soziobiologischer Aspekt). [Ersteintrag in der VAB: 01.06.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 02.03.2013]

 

Homepage: http://www.virtuelleallgemeinbibliothek.de

Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016