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Logik  

- Logik / Philosophie -

Prädikatenlogik der ersten Stufe mit Identität : Skriptum zur Vorlesung Einführung in die Logik von Klaus Dethloff ; [begleitende Lektüre zum Logiktutorium, WS 2001/2002]
Christian Gottschall. Institut für Philosophie der Universität Wien. - 4., durchges. Aufl. - 2001-06-22. - Wien, 2001
17 Lit.

Behandelt auch die Aussagenlogik, jenen Teil der Prädikatenlogik, der die Beziehungen zwischen Aussagesätzen untersucht. Die Prädikatenlogik betrachtet im Gegensatz zur Aussagenlogik auch die innere Struktur der Aussagen. Einführung in das Kalkül des natürlichen Schließens, d. i. die Syntax einer formalen Sprache, die mit Transformationsregeln und ohne Axiome arbeitet. Auflistung der Bausteine dieser logischen Sprache und Beschreibung der Formationsregeln, die Sätze dieser Sprache erzeugen, sowie der Transformationsregeln (Schlußregeln). - Semantik (Bedeutung der Zeichen und Ausdrücke einer Sprache) der Aussagenlogik und der Prädikatenlogik. - Weiterführende Fragen der Semantik (Betrand Russells Kennzeichnungstheorie, dargelegt in "On Denoting", Gottlob Freges Bedeutungstheorie, dargelegt in "Über Sinn und Bedeutung"). (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 13.09.2001]

Grundriss der pyramidalen Logik : mit einer logischen Kritik der mathematischen Logik und Bibliographie der Logik
Lutz Geldsetzer. Philosophische Fakultät der HHU Düsseldorf, Forschungsabteilung für Wissenschaftstheorie. - Düsseldorf, 2000. - 190 S. : graph. Darst.
Literaturverz. S. 158 - 190

In der pyramidalen Notation werden Wahrheit, Falschheit und Unentscheidbarkeit von Urteilen und Schlüssen (d. s. Verbindungen von Urteilen zu Sinneinheiten) unmittelbar im Formalismus der Notation sichtbar und ablesbar. Grundmerkmale sind sowohl Intensionen (Merkmale) als auch Extensionen (Umfänge) der Begriffe, wodurch Einseitigkeiten anderer Logiktypen aufgedeckt und vermieden werden, sowie Junktoren als Verknüpfungen der Begriffe zu logischen größeren Einheiten: Ausdrücken und Urteilen / Aussagen. Begriffe und Junktionen werden durch Grundzeichen und Lageverhältnisse im pyramidalen Formalismus dargestellt. Urteile (Aussagen) und Schlüsse werden davon abgeleitet und somit in ihrer logischen Funktion als formale Gestalten von Wahrheit, Falschheit und Unentscheidbarkeit erklärt. Begriffe und aus Begriffen jungierte Ausdrücke sind nicht wahrheitswertfähig; großer Wert wird auf die Unterscheidung zwischen ausdrucksbildenden und urteilsbildenden Junktoren gelegt, die in der Logik seit Aristoteles geradezu verschleiert wird. Auch in der Aussagenlogik werden Wahrheitswerte komplexer Sätze aus den Wahrheitswerten von jungierten Elementarsätzen abgeleitet, ohne daß die Elementarsätze daraufhin hinterfragt würden, ob die Junktion einen Behauptungssinn beinhaltet ("Hans ist Peter") oder nicht ("Hans und Peter"). - Die Einführung stellt die pyramidale Logik in den philosophiegeschichtlichen Zusammenhang der "klassischen" Logik und ihrer Verschmelzung mit der Mathematik ("mathematische Logik"). Im Hauptteil werden die logischen Elemente erklärt und diskutiert: Intensionen, Extensionen, Begriffe, Junktoren, Ausdrücke, Urteile, Schlüsse, Axiome. Anh.: Pyramidale Notation des logischen Gehalts der Hegelschen Theorie des Geistes in der "Phänomenologie des Geistes". (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 11.09.2001]

Die Wissenschaft der Logik : (mit den mündlichen Zusätzen)
Georg W. F. Hegel. - 1930. - (Enzyklopädie der Philosophischen Wissenschaften im Grundrisse ; 1)
Textgrundlage: G. W. F. Hegel: Werke in 20 Bd.; Suhrkamp Verl.

[Ersteintrag in der VAB: 10.09.2001] [VAB-Eintrag aktual.: 20.10.2013]

Der Gang an der Grenze : Einleitung in das Denken Gotthard Günthers
Joachim Castella. Institut für Medienanalyse und Gestalterkennung. - Essen, 1994
4 Lit.

Gotthard Günther ist von Interesse für Logiker, Kybernetiker, Systemtheoretiker, Anhänger der Selbstorganisation, Philosophen, Hegelianer, Idealisten, Dialektiker, Kommunikationstheoretiker, pragmatisch orientierte Therapeuten, (Psycho)Analytiker - um nur einige zu nennen - und wird entsprechend breit rezipiert. Er präsentiert eine Weltanschauung, wobei er begründet viele überkommene Seh-/Denkgewohnheiten ablegt. Kernthema ist die Überwindung eines Zirkels - Logik präformiert Bewußtsein, eine spezielle Bewußtseinsfiguration erzeugt die ihr korrespondierende Logik -, ist der Ausstieg aus der Entweder-oder-Logik, die Suche nach einem dritten Weg. Zu einem bestimmenden Methodenbegriff wird "Reflexionslogik". In seinem Konzept mehrwertiger Logik sieht Günther den Schlüssel zu einer formal konsistenten Beschreibung der Selbstbezüglichkeit. Nach 1961 wandte er sich der Maschinentheorie zu. Heinz von Foerster und Humberto Maturana, Biological Computer Laboratory (BLC), konfrontieren ihn mit der Forderung nach einer nicht-substantiellen Positivität, einer Struktur der Struktur, der Einarbeitung des Beobachtenden in die Beobachtung. Zuletzt befaßte er sich mit der Theorie der Negativsprachen. - Damit der Mensch eine Gewißheit gewinnen kann, die von keiner kulturell präfigurierten Evidenz abhängt, gilt es, die objektiven Komponenten des Subjekts an einen Mechanismus abzugeben. Das BCL hält den von Günther aufgezeigten Weg für ausbauwürdig und -bedürftig. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 02.08.2000] [VAB-Eintrag aktual.: 30.07.2012]

Gotthard Günther 2000 special
Last modified: January 17, 2000. - Text teilw. dt., teilw. engl. // In: vordenker. - Ed.: Joachim Paul. - Neuss
Volltexte von Arbeiten von und über Günther, auch einführende Texte. Weiterführende und Sekundärliteratur. - Der Philosoph und Logiker (1900-1984), vom Mainstream der Wissenschaften kaum beachtet, hat die Grundlage einer formalen Theorie geschaffen, die jenseits der (zweiwertigen) Aristotelischen Logik liegt, und einen Beitrag zur Lösung und Re-Definition des Problems der Dualität von Subjekt und Objekt geleistet. Sein Konzept der Polykontextural-Logik erlaubt es, Selbstreferentialität ohne Systemreduktion widerspruchsfrei formal darstellen zu können. Aristotelische Logik trennt strikt Beobachter und Beobachtetes. Sie führte zu einer quantifizierenden Wissenschaft und Technik, einer Wissenschaft ohne Subjektivität, die, bei allen Erfolgen, zu heute nicht mehr zu übersehenden Problemen führte. Auf die den Naturwissenschaften zugrundliegenden monokontexturalen Logik-Konzeptionen begründet sich neben dem philosophischen Problem der Dichotomie von Geist und Materie / Subjekt und Objekt auch der Methoden-Dualismus zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Die Systemtheorie des "Radikalen Konstruktivismus", Zweig in der modernen Biologie und der Kybernetik, bezieht zwar den Beobachter in die Beobachtung mit ein, hat aber das Subjekt-Objekt-Problem nicht gelöst. Die Wissenschaft steht heute vor einem Umbruch, der mit dem im 17. Jh. vergleichbar ist. (Nach Eberhard von Goldammer). [Ersteintrag in der VAB: 24.07.2000]

 

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Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 18.06.2016. © Ingrid Strauch 1999/2016